„SPK KOMPLEX“ im Stream von SALZGEBER-Club

zeigt SPK KOMPLEX ab 4. Februar 2021 im Stream. (Kauf+ Ausleihe)

1970 gründete der Arzt Wolfgang Huber in Heidelberg das „Sozialistische Patientenkollektiv“, kurz SPK. Die Gruppe kritisierte die damalige Behandlung von psychisch Kranken als „Verwahr-Psychiatrie“ und verknüpfte innovative Therapiemethoden mit politischen Forderungen. Doch dann wurden Gerüchte über latente Verbindungen zwischen dem SPK und der RAF laut. Was daran stimmte, dass erzählt der Film.
Ab 4. Februar  gibt es Gerd Kroskes vielschichtiges Porträt als Stream. (Ausleihe+ Kauf)
hier gehts zum  Stream: „SPK Komplex“ im Salzgeber Club.

entfällt: TV Erstaustrahlung, 26.April 2020, rbb

Auf Grund der „Corona-bedingten“ Programmänderungen im rbb wird eine  Ausstrahlung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Sonntag, 26.04.2020 
22:45 – 00:35 Uhr im rbb Fernsehen

„SPK Komplex“ ein Film von Gerd Kroske | rbb Fernsehen
Programmankündigung:

„Vor 50 Jahren, Anfang 1970 gründete der Arzt Wolfgang Huber in Heidelberg mit Patienten das „Sozialistische Patientenkollektiv“. Die antipsychiatrisch ausgerichtete Gruppe kritisierte die Behandlung von psychisch Kranken als „Verwahr-Psychiatrie“ – und verknüpfte neue Therapiemethoden mit politischen Forderungen. Bald radikalisierte sich das SPK, Gerüchte über Verbindungen zur RAF wurden laut. 

Hubers Experiment führte zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Universität Heidelberg und der baden-württembergischen Landesregierung. Im Zuspitzen des Konflikts radikalisierte sich das SPK. Wolfgang Huber, seine Frau und weitere Mitstreiter wurden schließlich verhaftet und vor Gericht gestellt. Die SPK-Prozesse nahmen in der Härte, mit der sie von beiden Seiten geführt wurden – von Versuchen, Rechtsanwälte auszuschließen, bis zur Totalverweigerung der Angeklagten – die späteren Stammheim-Prozesse gegen RAF-Mitglieder vorweg. Am Ende wurde das SPK zur kriminellen Vereinigung erklärt; Huber und seine Frau wurden zu langen Haftstrafen verurteilt und verloren ihre Approbationen. Seither haftet dem SPK der fragwürdige Ruf an, die RAF unterstützt zu haben und letztendlich in deren Terror aufgegangen zu sein. Dieser Ruf überlagert, worum es Huber und dem SPK eigentlich ging: um die Rechte von Patienten und um Therapien zur Selbstermächtigung. In „SPK KOMPLEX“ erzählt Dokumentarfilmregisseur Gerd Kroske über Interviews mit Hubers Weggefährten, mit Ermittlern, Richtern und Journalisten sowie über eine Fülle von unveröffentlichten Aufnahmen und Archivmaterial aus dem „Deutschen Vorherbst“ die weitgehend unbekannte Geschichte des SPK und ihrer Folgen bis heute. Eine Geschichte vom Irresein und Irrewerden, von öffentlicher Wahrnehmung und den Mechanismen von Gewalt.“

Eröffnung der Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum, Wien

SPK Komplex

zur Eröffnung der Retrospektive „Gerd Kroske – DEUTSCHLANDBILDER“ am 22.Januar 2020 um 20:30 Uhr im Österreichischen Filmmuseum

Ein Film von Gerd Kroske; Kamera: Susanne Schüle, Anne Misselwitz; Schnitt: Olaf Voigtländer, Stephan Krumbiegel; Musik: Sounding Situations. Deutschland, 2018, DCP, Farbe und sw, 116 min. Deutsch mit engl. UT
 
Einer der wenigen maßgeblichen Beiträge zum ’68-Erinnerungsjahr 2018. Am Sozialistischen Patientenkollektiv, 1970 in Heidelberg als antipsychiatrische Therapiegemeinschaft gegründet, lässt sich das Scheitern demokratisierender Impulse an staatlichem und innerem Druck wie unter einem Brennglas studieren. Kroskes Recherche wühlt sich durch Aktenordner, Tonbänder, Fahndungsmappen, Gefängnisarchitekturen und die Waffenvitrinen eines Polizeimuseums, stets der Materialität der Funde verpflichtet. Vor allem aber gelingt ihm ein Film über das Sprechen und Erinnern, der die antihierarchischen Anstrengungen des SPK in seiner eigenen Form ernst nimmt: Die Sprechpositionen – wer war Arzt, Patient, Polizist – stellen sich erst im genauen und situationsoffenen Reden heraus statt über Inserts. (J.S.)
 
In Anwesenheit von Gerd Kroske und Carmen Roll (Protagonistin) am 22. Jänner. Wiederholung am 13.02.2020 um 18:30 Uhr.

„SPK Komplex“ am Welttag für seelische Gesundheit in HH

KUNST SCHAFFT BEGEGNUNG

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 15:00–21:00 Uhr
Irre menschlich Hamburg e. V. zum Welttag der seelischen Gesundheit:
Ausstellung, Filme, Musik und Begegnungen zum Thema psychische Krisen

Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Medizinhistorisches Museum Hamburg
Gebäude N30b (UKE-Seiteneingang Ecke Frickestraße/Schedestraße)

Alle Informationen zum Programm im Flyer

SPK KOMPLEX wird am 10.10. um 19:00 Uhr vorgeführt. Eintritt frei

Veranstalter: Irre menschlich Hamburg e. V. (www.irremenschlich.de)  c/o Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, UKE

SPK KOMPLEX bei der globaLE

SPK KOMPLEX läuft bei der Leipziger globaLE* am 12. September um 20:00 Uhr in der Schaubühne Lindenfels, Leipzig, Germany
BRD / 2018 / 111 min / Regie: Gerd Kroske / dt. Fassung / Im Anschluss findet eine Film-Diskussion statt. Der Eintritt ist frei.

About: *globaLE – Das globalisierungskritische Filmfestival  in Leipzig – eine Initiative von attac Leipzig.

You may also like the following events from GlobaLE Leipzig:

SPK KOMPLEX in Kassel

Institut für Psychologie in Kooperation mit den BALi Kinos Kassel e.V. und das Kasseler Dokfest präsentieren: SPK KOMPLEX

Im Anschluss: Gespräch mit Prof. Dr. Heidi Möller, Prof. Dr. Johannes Zimmermann, Prof. Dr. Ralf Rummer, Moderation: Prof. Dr. Mirjam Ebersbach (alle Institut für Psychologie, Universität Kassel)

03.07.2019, 12.15 Uhr BALi Kinos Kassel

Eintritt 4,50 €

Cineastische Keimzelle: SPK Komplex

Am 22.Mai um 19:30 Uhr findet im SÜDPOL HAMBURG, Süderstr. 112, der Filmabend „Cineastische Keimzelle: SPK Komplex“ statt.

Info des Veranstalters: „Beste Voraussetzungen für einen feinen Abend.
Es kommt nämlich Gerd Kroske und bringt seinen Film, den SPK Komplex. Dieser ist eine vielschichtige dokumentarische Arbeit, deren Dreh- und Wendepunkt eine völligst in Vergessenheit geratene Gruppierung ist, die zu Beginn der 70er Jahre Psychatrie um 180 Grad andersrum denken wollte – SPK steht für das Sozialistische Patienten Kollektiv. In allerkürzester Kürze war ihr Ansatz der, nicht die Patient.innen als die Kranke zu denken, sondern das System. Dazu hatten sie auch allen Grund – ein Grund, an dem man sich heute noch aus Psychiatrischer Sicht die Zähne ausbeißen kann – aber uns soll es um den anderen wichtigen Teil der Arbeit gehen, der wohl auch Auslöser des aktiv betriebenen Vergessens dieser Gruppe gewesen sein mag, dass nämlich SPK und RAF sich aus staatlicher Sicht (zu) nahestanden. Obwohl der Anteil derer, die aus dem SPK in der RAF aufgingen marginal war, lässt sich rückblickend ein Muster ableiten, das sich am ehesten mit der Ei-und-Henne-Metapher aufdeuten ließe.“

Gäste: Gerd Kroske, Karl-Heinz Dellwo und weitere

Mehr zum Abend unter:

https://de-de.facebook.com/events/820432685001888/

www.suedpol.org

„SPK KOMPLEX“ im Filmmuseum München

„Wie in den vergangenen Jahren haben wir drei Filmkritiker*innen – in diesem Jahr wieder Margret Köhler aus München sowie Bert Rebhandl und Ralf Schenk aus Berlin – gebeten, ihre persönlichen Bestenlisten der deutschen Filme des Jahres 2018 zu erstellen.“ am Sonntag, 31.März läuft im FILMMUSEUM MÜNCHEN: „SPK KOMPLEX“.

Kurator Bert Rebhandl schrieb für das Programmheft: 

„Das »Sozialistische Patientenkollektiv« wurde 1970 in Heidelberg gegründet. Der Arzt Wolfgang Huber zog damit eine Konsequenz aus 1968: Damals wurde alles politisch, also auch die (psychische) Gesundheit. Inspiriert durch italienische Vorbilder, suchten die Mitglieder des SPKs nach Behandlungsmethoden zwischen Therapie und Gesellschaftsveränderung. Querverbindungen zur außerparlamentarischen Opposition und schließlich zum Linksterrorismus lagen nahe. Gerd Kroske rekonstruiert mit Interviews und mit dem spärlichen Archivmaterial von damals ein bedeutendes Kapitel aus der Geschichte der revolutionären deutschen Linken nach 1968, und öffnet Reflexionshorizonte bis in die Gegenwart.“ (Bert Rebhandl)

Mehr Informationen hier: